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DEUTSCHE GESELLSCHAFT DEESKALATION NOTFALLMEDIZIN

Sehr geehrte Damen und Herren,

Gewalttätige Übergriffe auf Polizeivollzugsbeamte und Rettungsdienstmitarbeiter nehmen in der heutigen Zeit immer mehr zu. Häufig werden diese Konflikte von der Straße hinein in die Kliniken getragen, weil die Aggressoren dort nicht selten medizinisch weiter versorgt werden müssen. Diese Entwicklung setzt neben den Mitarbeitern des Rettungsdienstes auch das pflegerische und ärztliche Personal in den Notaufnahmen, den psychiatrischen Aufnahmestationen und den Intensiv– und Überwachungsstationen erheblichen Gefahren aus.

Aus verbalen „Streitigkeiten“ entwickeln sich immer öfter auch handfeste Auseinandersetzungen, die nicht selten mit Verletzungen, zumeist auf der Seite des medizinischen Personals, enden.

Während die Polizei seit Jahren diese Problematik intensiv erforscht und in ihre Ausbildung fest integriert hat, verließ man sich in den Kliniken und Rettungsdiensten zumeist darauf, dass Patienten ihre Helfer wohl nicht angreifen werden. Dem widerspricht jedoch leider die Erfahrung des Personals wie auch die Statistiken. Die Folge: Krankheitsausfall wegen Verletzungen, Angst im Dienst, Burn-out.

Das Ziel der Deutschen Gesellschaft für Deeskalation in der Notfallmedizin ist es, das im akutmedizinischen Umfeld eingesetzte Personal für gefährliche Situationen zu sensibilisieren und vorzubereiten. Dabei leitet uns die Maxime, dass der zuverlässigste Schutz des Personals die Verhinderung einer tätlichen Auseinandersetzung ist.




Die Schlüsselpunkte unseres Konzeptes sind:

Vermittlung der Grundlagen der Kommunikationspsychologie
Betrachtung psychologischen Aspekte einer Gefahrensituation
Vermittlung rechtlicher Grundlagen im Bereich der Selbstverteidigung
Betrachtung taktischer Aspekte einer Gefahrensituation und Sensibilisierung für Gefahrenquellen
Taktische Maßnahmen zum Selbstschutz
Als letzter Ausweg: Selbstverteidigungstechniken zum Selbstschutz unter Berücksichtigung der Verhältnismässigkeit der Mittel
Training von Schlüsselszenarien in Rollenspielen



 

Die Grundlagen werden in einem Kurs von acht Unterrichtseinheiten inklusive des Praxistrainings vermittelt. Für besonders interessierte Teilnehmer gibt es einen 16 Unterrichtseinheiten umfassenden Kurs. Teilnehmer, die von ihren Ausbildern als besonders gut bewertet werden, haben die Möglichkeit, an einem Trainerseminar teilzunehmen und neben tieferen fachliche Kompetenzen auch die Methodenkompetenzen zum Fortführen des Programmes in ihrem Arbeitsumfeld zu erwerben.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Martin von der Heyden
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Deeskalation in der Notfallmedizin
Facharzt für Anästhesiologie
Arzt für Rettungsmedizin
Ju-Jutsu-Lehrer, Trainer A
5. Dan Ju-Jutsu